Es wurde mal Zeit für einen Tapetenwechsel im ultraleicht-pilot.de Blog. Mittlerweile ist dieses Blog schon mehr als ein Jahr aktiv. Ende Januar letzten Jahres startete ich meine Ausbildung zum Piloten. In der Zeit konnte ich bereits einige Erfahrungen sammeln, die ich unbedingt mit euch Lesern teilen wollte. Nach der Ausbildung war es mir ehrlich gesagt zu schade dieses „Werk“ sterben zu lassen. Demnach habe ich euch nach einigen meiner Flüge direkt mit den nötigsten Infos, Erfahrungen und Impressionen versorgt.

A propos Impressionen: Im Header des Weblogs habe ich mittlerweile einige der geschossenen Bilder in sehr breitem Format (1000 x 234 Pixel) zur Verfügung gestellt. Es dürften mittlerweile rund 28 verschiedene Bilder aus meiner mit einem Jahr noch recht jungen UL Karriere sein. Trotzdem ist der Wissensdurst ungebrochen und es stehen die nächsten Steps auf der Liste. Der Fluglehrerlehrgang (Theorie) steht bereits kurz vor der Tür. Das heißt in den kommenden Wochen natürlich wieder viel Theorie, Lernerei und Fragenkatalog beantworten. Auch das Lehrbuch Ultraleichtfliegen wollte ich mir ein zweites mal „genauer ansehen“.

Im Zuge des neuen Abschnitts habe ich mich nebenbei für dieses neue Layout entschlossen. Eine der gravierensten Änderungen ist sicher die Kategorisierung der einzelnen Beiträge. Ihr findet die Kategorien Allgemein, Fluglehrerausbildung, Medical, Pilotenausbildung und Ultraleichtfliegen in der Navigation. Ganz oben wie gewohnt die Einzelseiten mit einigen Infos rund um das Ultraleichtfliegen. Auf der rechten Seite nochmals die Auflistung der Kategorien mit Beitragsanzeige. Daneben die am häufigsten verwendeten Schlagwörter zu den einzelnen Artikeln, sowie die beliebtesten oder auch am meisten gelesenen Themen. Eigenwerbung stinkt zwar, aber das ulForum hat sich mit mittlerweile mehr als 500 Piloten ganz gut in der Szene etabliert. Auch hier steht in den Sommermonaten ein Relaunch an. Das Wetter ist ein sehr nützliches Tool und das Archiv eine schöne Anlaufstelle zum stöbern…

Ich hoffe natprlich, dass Ihr noch einige Artikel lest und einige Zeit dabei bleibt. In diesem Sinne happy surfing und natürlich auch happy landings. Three greens haben wir ja eh meistens… :)

Gestern war nach langer Zeit mal wieder Top Wetter. Es war zwar etwas holperig unter den sich auftürmenden Wolken, dafür aber freie Sicht und mit 8 kt bis 15 kt schwacher bis mäßiger Wind. Nachdem ich kontrolliert habe, ob mein Flugschein überhaupt noch gültig ist ^^, konnte es auch schon losgehen.

Ich hatte alles bereits so weit prepariert, dass ich direkt von der Arbeit aus zum Flugplatz fahren konnte, um den Breezer aus der Halle zu ziehen. Als Fluggast hatte ich mal wieder meinen Bruder an Bord. Also tuckerten wir über Schloß Holte und Umgebung. Ziel unserer „Mission“ war die Betrachtung verschiedener Fussballplätze aus der Vogelperpektive. Da wir beide Fussball im VfB Schloß Holte spielen und unser Rasenplatz immer noch gesperrt ist, war es Zeit für eine Begutachtung von oben. Gegenüber den anderen Plätzen in der Umgebung (Verl, Liemke, Kaunitz, Hövelhof und Stukenbrock) sah unser Rasen ehrlich gesagt nicht ganz so fit aus. Wenn man das gesehen hat, versteht man auch warum der Platz gesperrt ist. Anstatt grünem Gras sah man an den meisten Stellen nur schwarzen Erdboden. Naja, wie dem auch sei…

Der Start an dem Tag verlief wie immer ziemlich problemlos, obwohl etwa 10 kt Wind mit geschätzter Seitenwindkomponente von ca. 6 kt oder 7 kt herrschten. Der Mann im Turm schien gerade das stille Örtchen aufgesucht zu haben und konnte den Wind aufgrund dessen nicht durchgeben. Oben angekommen war die Sicht wie gesagt sehr gut. Man konnte z.B. aus der Position Schloß Holte auf etwa 2.000 ft ganz eindeutig das grüne Firmengebäude von Miele in Gütersloh erkennen. Oft ist es so, dass man zwar sehr weit in die Ferne schauen kann, die Dinge aber nicht ganz so kristallklar zu erkennen sind. Wie eine schlechte Grafikkarte für den Flugsimulator. Gestern war die Grafik super :)

Die Landung habe ich etwa 2.500 ft über Schloß Holte bzw. Sende eingeleitet. Über Funk bekam ich die Piste 22 sowie erhöhten Verkehr in der Platzrunde mitgeteilt. Der Platzrundenverkehr bestand aus drei Flugzeugen, mit jeweils einem in jedem Platzrundenabschnitt. Also habe ich zugesehen, dass ich a) von den 2.500 ft auf 1.600 ft Platzrundenhöhe sinke, b) vor dem Verkehr, der gerade nach seinem Start in den „Querabflug“ und c) hinter den Verkehr im Gegenanflug in die Platzrunde einfliege. Der Abstand war mehr als ausreichend. Der Flieger, der gerade gestartet ist, flog gerade in den „Querabflug“ ein und derjenige vor mir war bereits kurz vorm Queranflug. Also flog ich mit rund 4.000 upm und ca. 150 km/h weiter dem Kamm des Teutoburger Wald entgegen.

Am Kamm des Waldes angekommen drehte ich 90° nach rechts. „D-HX dreht in den rechten Queranflug, Piste 22“, lautete meine Meldung, während ich das Gas deutlich herausnahm, die Nase anhob und auf unter 120 km/h reduzierte. Bereits hier bekam ich den Wind aus dem Turm, sodass ich mich schon jetzt gut auf die Verhältnisse einstellen konnte. Bei etwa 110 km/h setze ich die Klappen auf die erste Stufe und gleitete mit wenig Schleppgas in Richtung Endanflug. Weitere 90° rechts und ich befand mich im Endanflug. Das Gas habe ich hier bis auf Leerlauf herausgenommen und setzte die Klappen auf die letzte Stufe, um nochmal ordentlich Höhe „kaputt“ zu machen. Mit rund 100 km/h gleiteten wir so über die Schwelle und setzten im ersten Viertel der Piste, während uns eine leichte Windböe erfasste etwas schiebend und rund einen Meter links (zu stark korrigiert) von der Centerline auf. Alles in allem aber eine sanfte Landung.

Es war allerhöchste Zeit wie Klaus zu sagen pflegt „den Arsch endlich wieder in die Luft“ zu bekommen. Ein geiles Gefühl, es macht immer noch Spaß wie am Anfang und ich freue mich schon auf die warmen Tage. Natürlich werde ich auch vor den warmen Tagen fliegen gehen :)

Ach und nochwas. Diese Seite, also dieses Blog werde ich in den kommenden Tagen mit einem frischem Design und einer etwas besseren Struktur versehen. Aber eins nach dem anderen :)

Ich bin zwar in den letzten Wochen hier und da mal oben gewesen, hatte jedoch keine Zeit auch nur einen Satz darüber zu schreiben. Momentan aktualisiere ich die Websoftware für meine Kunden, welche mir aufgrund dessen temporär die Bude (eMails, Anfragen, Telefonate, bla bla bla…) einrennen. Diesen Schritt werde ich Ende dieser Woche endlich abschliessen können, sodass wieder mehr Zeit für das Hobby, welches vielleicht doch noch mal zum Beruf werden soll, zur Verfügung steht.

Mitte April werde ich an einem Fluglehrerlehrgang (Theoriekurs) teilnehmen und den ersten Grundstein zur weiteren Ausbildung setzen. Es wird auch langsam Zeit, dass es wieder voran geht. Denn nur durch stumpfes Umherfliegen allein, wird der Wissensdurst nicht gestillt. Aus diesem Grund habe ich mir ein paar Meilensteine gesetzt, die ich in diesem Jahr zu erreichen versuche.

Der erste Meilenstein ist wie gesagt der Theorieteil der Fluglehrerausbildung. Ich denke, dass ich die Theorie noch einigermaßen beherrsche und diese ab dem nächsten Monat (März) wieder ordentlich auffrischen werde. Gleichzeitig werde ich mir vermutlich eine weiterführende Lektüre anschaffen, um mir etwas mehr Theorie als vielleicht nötig anzueignen. Schaden kann das nicht. Auf diese Weise kann ich meine Theoriekenntnisse zum einen sogar vertiefen und zum anderen hinsichtliche weiterer Ausbildungen im Vorhinein erweitern.

Irgendwann in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten (?) werde ich zusätzlich einen Kurs zur Erlangung des BZF belegen. Zum einen braucht man das BZF, um kontrollierte Plätze anfliegen zu dürfen und zum anderen ist mein Englisch sogar etwas mehr als Smalltalk-Tauglich, sodass ich auch gleich das BZF I machen kann. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Nebenbei heißt es natürlich nach wie vor fliegen, fliegen, fliegen, denn die 150 Stunden Hürde ist noch vor dem zweiten Teil des Fluglehrerlehrgangs (Praktisch) zu nehmen. Eine zeitliche Deadline habe ich mir dafür nicht wirklich gesetzt. Sollte ich die Ausbildung zum FI dieses Jahr noch abschließen können, freue ich mich natürlich sehr. Sollte es erst Anfang nächsten Jahres klappen, dann ist es eben so. Es kommt wie es kommt. Lieber ist mir natürlich das ganze dieses Jahr durchzuziehen…

Des Weiteren habe ich vor zusätzlich auf den PPL-N upzugraden, wobei ich hier auch das 2.000 kg Classrating direkt mitnehmen würde, um auch mal „schwere“ Flugzeuge fliegen zu dürfen. Das Gute bei dieser nationalen Geschichte ist, dass man die Stunden (SPL und PPL-N) meines Wissens nach gegenseitig anrechnen kann, somit der Lizenzerhalt nicht erheblich teurer ist. Der Überprüfungsflug muss hingegen immer in der jeweiligen Klasse erfolgen. Den PPL-N würde ich nur aus Spaß an der Freude, (vorerst) ohne weiteren (beruflichen) Hintergrund absolvieren wollen. Dieses Ziel ist jedoch klar an zweiter Stelle und ohne zeitlichen Hintergrund gesetzt. Mal sehen wann Zeit und Geld übrig bleibt :)

Um ein Haar hätte ich diese Erlebnisse vergessen gehabt, wenn da nicht gestern jemand mit einem großen Kalender um die Ecke gekommen wäre. Man darf sich an die damaligen Fotoflüge erinnern. Ich habe im Sommer einige Flüge mit Fotografen über Bielefeld gemacht. Ich hatte meiner Erinnerung nach zweimal das Vergnügen mit Ralph Pache zu fliegen, einer der insgesamt vier Leute, die das Projekt „Über Bielefeld“ verwirklicht haben.

Das Resultat wurde mir gestern in Form eines einzigartigen Kalenders übergeben. Der Luftbildkalender 2009 – Über Bielefeld. Die Fotos, die den Kalender schmücken sind ideal und einfach super anzuschauen. Man merkt, dass die Jungs ihr Handwerk verstehen. Durch diesen Kalender wird den Leuten sicherlich nicht nur die Fotografie, sondern auch die Fliegerei näher gebracht.

Natürlich ist dieser Kalender auch käuflich zu erwerben, wobei er momentan ausverkauft ist. Vorbestellungen sind jedoch zum Preis von nur 29,80 Euro möglich. Ein passendes Buch, welches ebenfalls zu dem Projekt „Über Bielefeld“ gehört erscheint am 14. Februar 2009.

Ich bin gespannt und sende einen schönen Gruß an Ralph und seine Leute :)

Mit dem Gerät bin ich in meiner gesamten Laufbahn noch nie geflogen. Also mit der C42 natürlich schon, allerdings noch nie die aus Höxter mit dem 80PS ROTAX. Das einzige was mir beim Einsteigen aufgefallen ist, sind die noch relativ ordentlichen Sitzauflagen, die in der anderen C42 etwas mehr gelitten haben :)

Ich hätte außerdem ganz gerne einen Schraubendreher (schlitz) zur Hand gehabt, denn das Öffnen der Ölverdeckung sowie das Öfnen und Schließen der Wartungsklappe am Rumpf der C42 stellten sich als äußerst schwierig heraus. Aber das sind nur kleinere Punkte, die eigentlich nicht erwähnenswert sind. Wichtig ist, dass das Ding fliegt. Und das tut sie…

Das Wetter war an diesem Samstag (17.01.) perfekt. Die Außentemperatur betrug etwa 3°C, eine Wolkenuntergrenze hat es meiner Meinung nach zumindest örtlich nicht gegeben. Kurz nachdem ich die Maschinen gecheckt habe rollte ich erstmal zur Tankstelle um noch einige Liter Benzin mehr mitzunehmen. Denn 13 Liter sind mir etwas zu wenig gewesen.

Nach dem Tanken bin ich also losgerollt und habe den Funk gemacht. Ganz schön schwierig, wenn man während seiner gesamten Fluglaufbahn (wenn man es so nennen mag) nur Flugzeuge mit der Kennung D-MF__ fliegt. Hier hatte ich auf einmal eine ganz andere Kennung. Dieses kleine Schild im Cockpit hat mich vor dem Fettnäpfchen bewahrt, denn ich war schon kurz davor völligen Quatsch zu reden, habe mich im letzten Moment aber entschieden die Kennung, die im Cockpit aufgeklebt war zu nehmen :)

Nachdem also die Hürden mit dem Funk genommen waren, musste ich die C42 noch ein paar Minuten warm laufen lassen. Danach stand noch der Magnetcheck an, ehe es diesmal auf die Piste 22 ging. Der Wind wehte schwach bis mäßig aus etwa süd-östlicher Richtung, also mit einem kleinen Tritt ins Seitenruder und leicht links hängender Fläche ausgeglichen.

Die C42 verfügt über ganz neue Winglets, die denen der Airbus Familie ähneln. Die Teile sehen nicht nur gut aus, sondern sind es auch. Bemerkbar macht sich das ganze in der Steigleistung, sowie darin, dass man beim Landen einfach nicht runter kommt.

Um den gesamten Flug mal zu überspringen […] komme ich direkt wieder auf den wirklich interessanten Rückflug bzw. Anflug zu sprechen. Über Schloß Holte habe ich mich auf etwa 1.600 ft zurückgemeldet und bekam wie zu erwarten die Piste 22 über Funk zugeteilt. The same procedure as every time. Dachte ich zumindest bis zum Endanflug. Ich habe die C42 beim Eindrehen in den Endanflug bereits auf Leerlauf zurückgenommen, flog noch einige Sekunden weiter, sodass ich sie auf die Centerline der Piste 22 ausrichten konnte und fing dann an ordentlich zu slippen.

Im Endanflug sah alles super aus. Ich war auf perfekter Höhe mit rund 110 km/h und war kurz vor erreichen der Schwelle. Über der Schwelle oder auch schon kurz vorher kann man mit dem ziehen und gleichzeitig resultierendem flaren beginnen und warten, dass die C42 Geschwindigkeit abbaut. Das tat sie auch und zwar völlig normal.

Der Unterschied ist eben nur, dass ich vorher mit diesen Winglets noch nie unterwegs war. Die Maschine fliegt und fliegt, ich flare und flare, ziehe und ziehe. Die Halbbahnmarkierung lag bereits einige Meter hinter mir, sodass ich mich gedanklich schon ernsthaft mit dem Durchstarten beschäftigt hatte. Denn auch in Oerlinghausen ist die Piste mal zu Ende. Ich habe dann allerdings versucht noch stärker zu ziehen und hatte den Flieger endlich so weit, dass er sich auf sein Hauptfahrwerk setzte.

Eine ganz interessante Erfahrung mal mit Winglets zu fliegen. Die Abrissgeschwindigkeit soll übrigens bei etwas über 40 km/h liegen. Ach und Klaus: Deine Funke ist ganz schön laut :)

In Kassel-Calden findet in diesem Frühjahr vom 18. April bis zum 22. April ein Fluglehrerlehrgang statt. Hierbei handelt es sich um den theoretischen Teil der Ausbildung zum Fluglehrer. Nachdem ich mit meinem Arbeitgeber alle Formalien geklärt habe (Urlaub), konnte ich mich vorgestern verbindlich zum Lehrgang anmelden. Die Anmeldung wurde mir gestern bestätigt. Ich bin mal gespannt was das wird und vor allem wem man da alles begegnen wird. Vielleicht ist ja sogar der ein oder andere Leser dieses Blog oder jemand von ulForum.de dabei. Mal sehen.

Das blöde ist, dass man erstmal eine Auswahlprüfung bestehen muss. Laut meinen Informationen sollen die Auswahlprüfungen für den Lehrgang ab März stattfinden. Das heißt, dass ich mich ab Februar nochmal etwas intensiver mit der Ultraleicht Theorie auseinandersetzen werde. Da besteht sicherlich etwas Auffrischungsbedarf, um fit genug für den Lehrgang zu werden. Aber ich denke, dass das ganze kein Problem sein sollte und daran nicht scheitern wird. Ich halte euch auf dem Laufenden…

An Silvester soll bekanntlich nicht nur gefeiert werden. Man hat meist den ganzen Tag für andere Dinge Zeit. Wenn das Wetter mitspielt – und das hat super mitgespielt – liegt es nahe das Jahr noch mit einigen Flugkilometern abzuschließen. Da ich in Zukunft nicht mehr nur durch die Gegend fliegen werde, sondern von der Flugschule Senne auch als Sicherheits- bzw. Einweisungspilot eingesetzt werde, ging es darum den Breezer mal von der anderen Seite aus zu steuern.

Drei Platzrunden mit Fluglehrer bei schönstem Wetter verhalfen mir einen ersten Eindruck zu bekommen. Es war alles viel einfacher als ich gedacht habe. Ich dachte vorher, dass ich Probleme mit dem Gas bekommen könnte und hatte es mir wesentlich schwieriger vorgestellt den Gashebel mit links zu betätigen. Aber dem war nicht so. Man stellt das Gas vernünftig ein und macht den Rest mit dem Knüppel. Nach drei sauberen Platzrunden haben wir entschieden, dass das alles kein Problem ist.

Danach haben wir noch einen kleinen Ausflug nach Höxter gemacht. Da Gerd mitgeflogen ist, habe ich den Hinflug auch direkt von der rechten Seite aus geflogen. Bei max. 2 oder 3 kt Wind (also gar nichts) war Höxter unproblematisch wie nie. Wenn man auf Höhe des Köterberg im langen Endanflug die Maschine richtig austrimmt, das Gas auf eine passable Position einstellt und die Klappen in der ersten Stufe rastet, kann man sich zurücklehnen und den Breezer quasi „landen lassen“. Der schwebt wie von alleine ganz wunderbar ein. Ein bisschen Seitenruderkorrektur im kurzen Endanflug reicht aus um den Breezer punktgenau über der Schwelle zu platzieren. Nach leichtem ziehen am Knüppel setzt er sich ganz sanft auf sein Hauptfahrwerk und man ist unten.

In Höxter gab es mal wieder einen leckeren Cappuchino bis es später via Paderborn auf etwa 2.000 ft mit rund 220 km/h nach Hause gen EDLO ging. Das war auch mal eine nette Erfahrung. Wir sind ja schließlich nicht irgendwelche Piloten, sondern Sportpiloten. Der Breezer hat so einiges drauf hat und ist nicht umsonst ein Sportflugzeug. Der Breezer ist sicher ein Flugzeug der Königsklasse für welches man beinahe einen Waffenschein benötigt ^^. Es macht wirklich mal Spaß nicht nur gemütlich mit 150 km/h, sondern auch mal mit über 200 km/h unterwegs zu sein. Da merkt man dass man fliegt und auch dass man schnell unterwegs ist :)

Die Weihnachtsfeiertage sind geschafft und das schlechte Wetter der letzten Wochen liegt hinter uns. Was liegt da näher, als nach fast einem Monat endlich mal wieder zu fliegen. Mit einem Freund ging es heute bei ziehmlich ungemütlichen -4° C in die Luft. Etwa um die Mittagszeit habe ich den Motor des Breezer angelassen. Den Choke musste man heute merklich länger halten, da es wie gesagt ganz schön kalt ist.

Nach den üblichen Funksprüchen und dem etwa 6-7 minütigen Warmlaufen des 100 PS starken ROTAX Motors und weiteren zwei einfliegenden Flugzeugen, unter welchen auch eine YAK 52 war, konnten wir auf die Piste 04 „auflinieren“. Der Wind blies mit rund 10 kt aus 90. Das Gute war allerdings, dass er nicht böig, sondern kontinuierlich wehte. Nach meinen ganzen Checks trat ich also leicht ins rechte Seitenruder und beschleunigte das UL bei Vollgas auf rund 100 km/h, um es letztendlich gen blauen Himmel zu ziehen.

In der Luft fiel mir auf, dass ich ganz vergessen hatte, das QNH am Höhenmesser einzustellen. Wie gut, dass wir da oben nach Sichtflugregeln (VFR: visual flight rules) fliegen. Nichtsdestotrotz habe ich am Funkgerät kurz nach dem Start die Frequenz des Paderborner ATIS gerastet, um mir die aktuelle Wetterinformation von Paderborn-Lippstadt vorlesen zu lassen. Das QNH war heute one zero three six, also 1036. Das war das höchste QNH, das ich bislang eingestellt hatte. Mehr geht bei dem Höhenmesser gar nicht…

Bei sehr guten Wetterverhältnissen und relativ klarer Sicht sind wir erstmal in Richtung Hövelhof geflogen. Wir sind dabei auf rund 3.500 ft gestiegen und waren somit über den nur sehr vereinzelnd auftretenden Wolken. In Hövelhof haben wir Kurs auf Schloß Holte genommen und sind dann über Kaunitz via Verl und Sennestadt noch einmal über Schloß Holte gekreist um uns letztendlich wieder für die Piste 04 zurückzumelden.

Heute war gar nicht mal so wenig los in der Luft. Die Yak drehte neben ein paar anderen Fliegern einige Platzrunden, sodass es auf der Frequenz von EDLO und auch in der Platzrunde nicht zu langweilig war. Letztendlich konnte man froh sein heute über die 04 reinkommen zu dürfen, da die Sonne im Winter wirklich sehr tief steht und bei einem Anflug auf die Piste 22 Probleme machen könnte.

Die Landung war sehr weich, leider etwas links von der Centerline, was letztendlich aber noch etwas korrigiert werden konnte. Sollte das Wetter in den nächsten Tagen noch weiter so gut mitspielen, werde ich sicher noch ein paar Stunden drauflegen. Heute hat es nicht unbedingt zur rekordverdächtig langen Flugzeit gereicht, da der Tag privat noch relativ verplant war. Aber dafür ist die Vorfreude auf das nächste mal umso größer ^^.

Falls ich bis zum neuen Jahr nichts mehr schreiben sollte, wünsche ich allen Lesern schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr und always happy landings. Three greens haben wir ja so oder so :)

Geburtstag feiern in 3.000 ft AMSL

verfasst am 28. November 20081 Kommentar

Es kam mir schon vor wie Jahre, diese Abstinenz vom Fliegen. Ich musste heute wirklich mal in mein Flugbuch schauen, wann das letzte mal war. OK, zwischendurch war ich mit Gerd einmal mit dem Gyro unterwegs, aber das zählt ja nicht (steht ja nicht im Flugbuch). Nein, das zählt natürlich auch, aber Fläche bin ich seit dem 01. November nicht mehr geflogen. Mit meiner Freundin war ich sogar schon seit dem 18. Oktober nicht mehr in der Luft. Das war übrigens auch der letzte Flug im Breezer.

Heute am 28. November, mein 26. Geburtstag (1982) konnte ich den Breezer endlich mal wieder in die Luft bewegen. Das Wetter wurde in der gesamten nördlichen Bundesrepublik mit Oscar vorhergesagt. Und das war auch so. Oben leicht diesig, aber absolut keine Luftbewegung. Die Runde hat uns diesmal in eine andere Richtung geführt. Es ging von Oerlinghausen via Hillegossen der A2 in nördlicher Richtung entlang. Herford, Porta, Bad Oeynhausen und Minden haben wir uns aus rund 3.000 ft angesehen. Eine sehr schöne Strecke. Eigentlich hätte man auch noch Porta anfliegen können. Das ist ein wirklich schöner Flugplatz direkt an der A2 gelegen. Sogar einige Drachenflieger konnte man da unten ausmachen.

Da aber wie gesagt heute noch Geburtstag gefeiert werden soll, haben wir uns die Zwischenlandung gespart. Zurück ging es in etwa auf gleichem Wege. Wir haben jedoch noch einen kleinen Abstecher über Schloß Holte gemacht und sind letztendlich um Verl geflogen um wieder gen EDLO Platzrunde zu gelangen. Die Landung war gar nicht mal so einfach, denn zum Zeitpunkt unserer Landung zog der Windsack ziehmlich straff nach rechts. Das heißt, dass der Wind kräftig von Links bläst. Aber mit vollem Seitenrudereinsatz war auch der Flug nach rund 53 Minuten beendet. Das Kuriose war, dass der komplette Anflug ohne jede Turbulenz verlief und der Wind erst im Short Final auftrat. Aber wer auf den Windsack schaut, ist klar im Vorteil ^^

Schön, dass endlich mal wieder Wetter war :) Ach ja,meine Freundin hat wieder ein Video von der Landung gemacht. Das werde ich noch nachreichen…

Gestern bin ich mal ganz spontan eine Runde Gyro der Flugschule Senne mitgeflogen. Ich hatte eigentlich nie wirkliches Interesse an dem Teil, weil ich eher von den Flächenflugzeugen fasziniert bin. Bis Gestern. Keine Ahnung wie lange wir unterwegs waren, aber es war einfach nur geil. Start über die Piste 22 und dann erstmal Höhe gewinnen. Wobei Höhe gewinnen hier auch wirklich Höhe gewinnen bedeutet :)

Innerhalb von wenigen Sekunden haben wir uns 500 ft hochgeschraubt und sind später in Richtung Gütersloh entlang der A2 geflogen. Der Gyro ist so wendig, dass man manche Fluglagen erstmal verstehen muss. In einem Flächenflugzeug kann man eigentlich nie genug Geschwindigkeit und Höhe haben. In einem Gyro ist das ein bisschen anders. Da zeigt der Fahrtmesser auch gerne mal 0 km/h an. Mit dem Ding kann man im Prinzip einfach stehen bleiben. Natürlich geht dabei, um die Energie abzubauen, automatisch Höhe verloren, aber das ist ja nicht schlimm.

Ein Navigationsgerät wie GPS ist im Prinzip überfällig, weil man eigentlich auch nach Ortsschildern navigieren kann. Man fliegt einfach ganz gemütlich den Straßen und Autobahnen entlang nach Hause. Auf dem Flugplatz in EDLO haben wir nach einer Ziellandeübung noch ein paar Handlingübungen gemacht um zu sehen, wie der Gyro in der Hand liegt. Das heißt mehr oder weniger Slalom fliegen. Macht super viel Spaß.

Ich mache mir schon ernsthafte Gedanken die Berechtigung für den Gyro auch noch zu machen, welche den Umfang von 20 Flugstunden hat (als Inhaber einer SPL). Aber vorerst soll wie gesagt der Fluglehrerlehrgang mit all seinen Kleinigkeiten gemeistert werden. Es ist nun so, dass ich in der nächsten Zeit ein bisschen den Breezer von rechts fliegen werde (natürlich nach gründlicher Einweisung) und damit als Safetypilot für Leute zur Verfügung stehe, die nicht ganz so viel Übung haben. Das bringt mir immer mehr Erfahrung auf dem Weg zum Fluglehrerlehrgang :)