An diesem Wochenende sind Flugtage in Höxter. Leider war das Wetter gestern so ungünstig, dass einige Besucher bzw. Piloten und im Programm eingeplante Flugzeuge (Yak, AN2, DO28) es nicht geschafft haben Höxter aus Richtung süden zu erreichen. Die Wolkenuntergrenze lag etwa zwischen 1.300 bis 1.700ft bei einer Sicht von ca. 2 bis 3,5 km. Wir (Gerd, Klaus und ich) sind mit zwei Fluggeräten, zum einen der C42 und zum anderen dem Autogyro MT03 nach Höxter aufgebrochen. Etwa 2 Stunden später als erwartet, da das Wetter uns vorerst „gegroundet“ hat.
In Höxter angekommen haben wir uns stellvertretend für die Flugschule für Rundflüge zur Verfügung gestellt. Der Andrang hielt sich mit 5 Rundflügen zwar in Grenzen, aber man kam wenigstens ein bisschen in die Luft. Der Autogyro wurde einige Male mehr gebucht und war ständig unterwegs. Bei diesem Fluggerät ist es auch nicht unbedingt die Sicht nach unten, sondern viel mehr der Spaß, der absolut im Vordergrund steht. Trotzdem war der Tag in Höxter ein schöner Tag mit vielen neuen Erfahrungen und man merkt, dass man auch bei sehr schlechten Sichtverhältnissen mittlerweile sicher ist, wobei man zugeben muss, dass ohne GPS Unterstützung der VFR Flug von EDLO nach EDVI sehr schwierig und der von EDVI nach EDLO noch schwieriger geworden wäre.
Lustig war es jedoch mit einigen Fliegerkollegen zu fliegen, auf diesem Wege schöne Grüße an Patrick, Armin und Konsorten :) Des Weiteren war es super, dass man aus der Pilotencommunity ulForum.de, die ich programmiert habe bereits Leute trifft, die zum einen dort als UL Pilot angemeldet sind und zum anderen auch noch aufmerksam meinen Blog lesen. Daher auch viele Grüße an Sebastian :)
Alles in Allem ein super Flugtag mit neuen Erfahrungen vielen Leuten und einer wieder sehr netten Stimme am Funk. Das ist echt ein super Team dort. Weiter so…
Das Bild wurde übrigens freundlichst von der Lokalredaktion Höxter der Tageszeitung Neue Westfälische zur Verfügung gestellt. Danke dafür :)

Mein nächster Fluggast war da schon etwas schmerzfreier. Zum Brocken in den Harz sollte es gehen. Da war einiges an Thermik unterwegs. Aber mein Fluggast freute sich und sagte: „Da merkt man wenigstens, dass man fliegt…“. Der war total beschäftigt und hat locker 100 Fotos geschossen und mir die komplette Landschaft erklärt. Der kannte sich gut aus. Ich bin jetzt Experte der umliegenden Gebirge, ich weiß genau wie hoch die Berge sind, was der Fluggast am 1. Mai gemacht hat und kenne mich nun wunderbar mit dem Bergbau und seinen Folgen für die Landschaft aus. Nach dem Umkreisen des Brocken sind wir dann wieder auf Kurs von Höxter gegangen und durch die Rückenwindunterstützung mit ganz lockeren 180 km/h GS zurückgeflogen (mit der C42 – 140 km/h TAS). Der war total zufrieden und sagte schon er würde das nochmal machen wollen.
Die Landung auf der Piste 14 in EDVI verlief ruhig, lediglich im Anflug wurden wir gut durchgeschüttelt. In Höxter haben wir gerade ein lecker Eis gegessen und beobachteten dabei wie sich eine dicke Regenfront aus Südost näherte. Wir haben beschlossen schnell wieder die Heimreise anzutreten, da wir vor dem Schauer rauskommen wollten. Da sich noch ein anderer Flieger im Anflug befand hieß es von Höxter Info „Delta-Hotel-X-Ray, QNH 1011, Backtrack zur Piste 14 und beschleunigt rollen“.
Anschließend sind wir (mein Bruder und ich) in den Breezer eingestiegen und nach Höxter EDVI geflogen. Wir haben in Höxter kurz einen Cappuchino getrunken und dann ging es über die Piste 14 bei ca. 1kt Wind (also der Windsack hat sich glaube ich bewegt) zurück in Richtung Oerlinghausen EDLO. Das besondere an diesem Flug war sicher, dass ich den Breezer das erste mal allein geflogen habe (nach Einweisung natürlich) und dass mein Bruder mit seiner Digicam beide Landungen gefilmt hat. Wenn er mir die Videos zuschickt, werde ich sie auf jeden Fall für euch hochladen.
Flugzeug aus dem Hangar ziehen, Vorflugcheck durchführen und selber Funken. Die Premiere wurde direkt mit einem Versprecher eröffnet. Ich habe unser Rufzeichen ein bisschen verdreht, es dann aber korrigiert. In der Luft verlief der Sprechfunk dann relativ easy, obwohl man manchmal noch ins Stocken gerät und auf einmal nicht mehr im Kopf hat was man sagen wollte.
Dort wurde der Motor einer anderen C42 gewartet und dann ging es zurück. Der Rückflug war äußerst turbulent, die Wolkendecke sehr niedrig und die Sicht gering. In manchen Windböen und Abwinden hob es uns regelrecht aus den Sitzen. Da haben sich die 4-Punkt Gurte das erste mal als richtig nützlich erwiesen. Letztendlich sind wir sicher in EDLO gelandet. Im großen und ganzen ist der Breezer ein schnelles, sportliches und auch stylisches Flugzeug. Da ich in Zukunft eine Haltergemeinschaft plane, würde auch ein Breezer in Frage kommen. Mal sehen, was sich für Interessenten bzw. Mitstreiter finden lassen und welche Interessen von anderen vertreten werden. Eine Haltergemeinschaft kommt aber schätzungsweise erst im Jahr 2009 in Frage, da ich in der ersten Saison durch das Chartern verschiedener Flugzeuge vorerst genügend Erfahrung sammeln möchte. Wer ebenso an einem gemeinsamen Flugzeug bzw. einer Haltergemeinschaft interessiert ist, der darf gerne Kontakt mit mir aufnehmen. Ich freue mich über jeden Gleichgesinnten.
Ich wurde mit dem „Flight-Computer“ vertraut gemacht. Am Anfang ein echt kompliziertes „Gerät“, aber das wird sich mit der Praxis schon noch geben.

